Schmuckmarke heißen und es ging los. „Klinkenputzen“ auf unzäh- ligen Adventsaustellungen, Weihnachtsmärkten und immer wieder auf allen möglichen Märkten, so wurde „MyGreta“ präsentiert. Arm- bänder wurden geknüpft und geknüpft und die erste Minijobberin - sie ist noch heute und jetzt fest bei MyGreta - wurde eingestellt. Daniel Dierkes reduzierte seine Stunden und kam erst nebenberuf- lich zu MyGreta. Heute führt er zusammen mit Alexandra das Unter- nehmen. EINZIGARTIG WIE DAS EREIGNIS Hochwertiger und individualisierter Schmuck aus Heessen: Das ist das Versprechen von „MyGreta“. Das Team von Alexandra und Daniel Dierkes ist mittlerweile 16 Köpfe stark und hat seinen Sitz auf der ehemaligen Zeche Sachsen. Alexandra Dierkes hat schon selber früh probiert Schmuck zu machen. Erst für sich, dann für Freundinnen, dann haben die Freundinnen der Freudinnen bestellt. Alles immer nebenbei. Damals, so in den 2010er Jahren, kam der „Hand- made-Boom“ auf. „Lila Zimtstern“ war der erste Versuch eines Labels. „Auf einer Handmade- Messe in Essen haben die uns in kürzester Zeit den Stand leergekauft“, berichten Alexandra und Daniel Dierkes, von Hause aus Maschinenbauer, der seine Frau damals schon begleitet hat. GRETA GIBT DEN „STUPS“ Trotzdem folgte der Schritt zur Unternehmensgründung noch nicht. Es blieb beim „Nebenbei-Hobby“. Alexandra Dierkes, damals Teamleiterin bei einer großen Bankgesellschaft in Hamm, wurde schwanger. Eine Rückkehr in Teilzeit als Teamleitung war 2016 fraglich. In der Elternzeit reifte dann der Gedanke bei Alexandra, das Hobby doch zur Berufung zu wandeln, es groß zu machen. Toch- ter Greta kam zur Welt und der Entschluss es wirklich zu wagen. Greta hatte den Stups gegeben, so sollte „My Greta“ folgerichtig die 18 SCHUB DURCH CORONA Klar war von Anfang an: Die Produkte mussten individuell sein, einen Wiedererkennungswert und Erinnerungen erzeugen. So ist es bis heute. Personalisierter Schmuck zu besonderen Anlässen (Kommunion, Konfirmation, Schulbeginn zum Beispiel) sind bis heute ein Teil des Geschäfts. Dann ist es voll explodiert! Corona gab eher einen Schub, denn es erstarkte der Onlinehandel. Bis heute erfolgt der Vertrieb zu rund 70 Prozent über den eigenen Onlineshop, wo Kunden ihre Produkte auch selbst ge- stalten können. Besondere Anlässe können auch die Übergabe eines Autos oder besondere Volks- feste sein. So wundert es nicht, dass von Hamm- Heessen aus Schmuckarmbändchen beim Kauf eines Bentley, eines Land Rover Defenders oder bei Fahrerevents als besonderes Giveaway Er- innerungen schaffen. Oder beim Besuch des Mün- chener Oktoberfestes: MyGreta ist dort Linzenz- partner. Finisher beim renommiertesten Triathlon Deutschland, der Challenge Roth können ihre Laufzeit eingravieren lassen und Gäste des Hahnenkammrennnens in Kitzbühel können sich besondere Erinnerungen ans Rennen sichern. Gestaltet, graviert, geknüpft, in Holz gebrannt wird alles in der Werkstatt in Hamm. INDIVIDUELL IN KLEINEN MENGEN Heimat, Regionalität, Urlaubserinnerungen sind im Trend und MyGreta kann hier liefern. Für B2B Kunden, concept stores oder Souvenirläden sind individualisierte Exemplare schon ab einer Abnahme von 30 Stück möglich. Dabei kann der Kunde die Produkte auch in eigens gestalteten Verpackungen erhalten. So eine Individualität in kleinen Mengen können die großen Pro- duzenten im asiatischen Markt nicht. Auch das ist ein Erfolgs- geheimnis der Manufaktur in Heessen. Alles wird in Hamm ent- wickelt und produziert, alles in purer Handarbeit. Pünktlich zum Zehnjährigen erfolgte der Umzug in größere Räumlichkeiten. Abläufe konnten verbessert werden, Möglichkeiten zur Produkt- präsentation gibt es nun – und auch Raum für weiteren Wachstum.I